Endoskopische subakromiale Dekompression

Diagnose: subakromiales Engpass-Syndrom (Impingement-Syndrom)

Das subakromiale Impingement-Syndrom ist ein Engpass-Syndrom, das durch Einklemmung der Rotatorenmanschettensehnen und des subakromialen Schleimbeutels (Bursa subacromialis) zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdach (Akromion) hervorgerufen wird.
Durch die damit verbundene Reizung/Entzündung der subakromialen Weichteile kommt es beim Anheben des Armes abhängig vom Bewegungsausmaß zu Schmerzen.

Ursache der Gleitbehinderung der subakromialen Weichteile können z. B. neben muskulären Dysbalancen eine Formveränderung des Schulterdaches, Knochenausziehungen am Schultereckgelenk (Akromioklavikulargelenk) als Ausdruck einer Schultereckgelenksarthrose, die Kalkschulter (Tendinosis calcarea) oder vermehrte Überkopf-Aktivitäten im Beruf oder im Sport sein. Das ständige Reiben der Rotatorenmanschettensehnen gegen den Knochen bewirkt eine Schädigung (sogenannte Tendinopathie), die zum vollständigen Reißen der Sehne führen kann.

Bei Versagen konsequenter konservativer Therapiemaßnahmen (Physiotherapie, Medikamente, Infiltrationen) über einen mehrmonatigen Zeitraum wird die minimalinvasive endoskopische subakromiale Dekompression empfohlen. Im Verlauf des arthroskopischen Eingriffs werden entzündete Weichteile sowie störende knöcherne Veränderungen entfernt. Die Sehnen bekommen wieder den Raum, den sie zum beschwerdefreien Funktionieren benötigen, und einem chronischen Sehnenschaden mit möglichem Sehneneinriss wird vorgebeugt.