Matrixgestützte Autologe Chondrozyten-Transplantation

(MACT, Arthrocell 3D)

Mit der MACT steht bei vollschichtigen Knorpelschäden von Grad IV eine innovative, sehr sichere und erfolgreiche Methode zur Verfügung, belastungsstabilen Knorpelersatz aus körpereigenen Zellen zu erstellen.

In einem ersten arthroskopischen Eingriff wird aus einem nicht tragenden Gelenkanteil ein winziges Stück gesunden Knorpels entnommen. Gleichzeitig erfolgt eine Blutabnahme zur Serumgewinnung für die spätere Zellkultivierung.

Ein spezialisiertes Labor löst dann unter hochsterilen Reinraumbedingungen die Knorpelzellen (Chondrozyten) aus der Knorpelsubstanz heraus und vermehrt diese in dem patienteneigenen Blutserum. 

In den meisten Verfahren werden die so gezüchteten Knorpelzellen auf ein Netz/Vlies aufgetragen, das in einem offenen Eingriff in den Knorpeldefekt eingeklebt oder eingenäht werden muss.

Im Gegensatz dazu bilden die Chondrozyten in dem von uns angewandten patentierten innovativen Zellkulturverfahren der Firma co.don ohne Einsatz von Trägermaterialien selbst eine dreiddimensionale Struktur, in der die Chondrozyten in einer körpereigenen (autologen) Matrix eingebettet sind.
Etwa 6 Wochen nach dem Ersteingriff zur Knorpelentnahme wird in einem zweiten arthroskopischen Eingriff dieses gelartige dreidimensionale Knorpelzelltransplantat mit einer Spritze selbsthaftend in den Knorpeldefekt eingebracht. Weitere Fixationsverfahren sind nicht nötig.

Vorteile dieses Verfahrens sind die komplikationsarme, vereinfachte Implantationstechnologie, die hohe Qualität und Belastbarkeit des körpereigenen Knorpelimplantats und die nachweislich gute Verbindung mit dem umgebenden gesunden Knorpelgewebe.

Nachteile sind die hohen Kosten und die Notwendigkeit zweier operativer Eingriffe.